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Magnetfeld

Indoor-Positionierung via Magnetfeld Messung: Diese Methode der Positionierung macht sich das Magnetfeld der Erde zu nutze. Dabei wird ausgenutzt, dass moderne Gebäude einen spezifischen magnetischen Fingerabdruck besitzen, der sich aus dem Zusammenspiel des Erdmagnetfelds mit den verwendeten Baumaterialien und den architektonischen Begebenheiten ergibt. Je mehr Stahl im Gebäude verwendet wurde, desto besser für diese Positionierungslösung. Was sich bei Positionierung über Funksignale als störend erweist, macht also in diesem Fall die Positionierung erst möglich. Der Stahl sorgt für die charakteristischen Störungen des Erdmagnetfelds. Eine Positionierung mit ein bis zwei Metern Genauigkeit soll mit Hilfe des in modernen Smartphones integrierten Kompasses möglich sein.

keine Infrastruktur voraussetzt

Aufwendige Kalibrierung

Andere Systeme sind inzwischen genauer

Sehr wenige Anbieter

Diese Systeme werden auch Magnetic Indoor Local Positioning System (MILPS) genannt. Zudem gibt es kommerzielle Systeme, in denen ein elektromagnetisches Feld künstlich erzeugt wird. Diese ermöglichen sehr genaue Bewegungsverfolgung. Sie werden nicht für kommerzielle Location-based Services genutzt, sondern kommen in medizinischen und militärischen Simulatoren zum Einsatz. Dieser Absatz bezieht sich deshalb nur auf Systeme, die das Erdmagnetfeld verwenden.

Nachteile der Technologie sind, dass das Magnetfeld des Gebäudes im Vorfeld aufwendig kartographiert werden muss und dass das Magnetfeld der Erde veränderlich ist. Die Karte des Magnetfelds muss deshalb regelmäßig – in der Praxis ca. alle drei Monate – aktualisiert werden. Dazu muss das Gebäude komplett abgelaufen und händisch „gescannt“ werden. Das macht die „Installation“ gerade bei großen Gebäudekomplexen sehr aufwendig. Es gibt wenige Unternehmen, die auf Positionierung via Magnetfeld als Stand-alone Technik spezialisiert sind. Die Technologie kann aber auch mit WLAN– oder Beacon-Technologie kombiniert werden. Selbst der finnische Marktführer IndoorAtlas empfiehlt inzwischen, die Technik mit Beacons zu kombinieren. Allerdings führt das auch dazu, dass das System weniger flexibel wird. Wird ein Beacon bewegt oder soll seinen Standort ändern, muss entweder der Beacon neu konfiguriert werden oder Karte neu aufgesetzt werden.