VLC positionierung location-based services favendo

Visible Light Communication (VLC)

Indoorpositionierung via VLC (Visual Light Communication, auch Visible Light Communication): VLC wurde von Philips Lighting zur Marktreife entwickelt. Das System kommt in verschiedenen Supermärkten in Frankreich und Deutschland zum Einsatz. Philips nennt die Positionierung via Lichtsignale Indoor Positioning System (IPS). Das IPS nutzt LED-Leuchten zur lokalen Navigation und Informationsübertragung.

Sehr präzise Positionierung

Handykamera benötigt ständige „Sichtverbindung“ zur Lichtquelle

Das Beleuchtungssystem erfasst keine personenbezogenen Daten

Ihre Lichtsignale übertragen eine für jede Leuchte individuelle Codierung, die für die Smartphone-Kamera, nicht aber für das menschliche Auge wahrnehmbar ist. Ähnlich wie beim Navigieren mittels GPS kann die App aus den empfangenen Signalen der Leuchten die jeweils aktuelle Position des Smartphones auf 30 Zentimeter genau bestimmen und mit den Zielkoordinaten abgleichen. Dazu ist weder eine WLAN– noch eine Mobilfunk-Verbindung erforderlich. Damit die Technik zur Navigation genutzt werden kann, muss allerdings eine ständige „Sichtverbindung“ zwischen Handykamera und Lichtquelle bestehen. Der Datenstrom ist bei reiner VLC zudem eine Einbahnstraße. Das bedeutet, dass keine Daten über Kundenbewegungen gewonnen werden können. Philips ist deshalb dazu übergegangen, VLC mit Bluetooth-Technologie zu kombinieren.

Neben weiteren Location-based Services ist es in dieser Kombination möglich, trotz unterbrochener Sichtverbindung – wenn das Handy beispielsweise in der Tasche ist – zu positionieren und zu navigieren. Aufgrund der hohen Positionierungsgenauigkeit lässt sich mit VLC/IPS erstmals eine regal- und produktgenaue Navigation verwirklichen, wie sie besonders im Lebensmitteleinzelhandel nötig ist.

Visual Light Communication bzw. das IPS von Philips darf nicht mit dem „Einstone“-System von Mitbewerber Osram verwechselt werden. Osram verbaut in seine LED-Lampen lediglich herkömmliche Beacons. Die Vorteile gegenüber nicht-verbauten Beacons liegen in der integrierten Stromversorgung und darin, dass mit einer Erneuerung der Beleuchtung „nebenbei“ eine Beacon-Infrastruktur aufgebaut wird.

Beide Systeme haben den Vorteil, dass mit der Umstellung von herkömmlicher Beleuchtung auf LED  ein nicht unerheblicher Einsparungseffekt beim den Energiekosten einhergeht. Dadurch soll sich die Beacon- oder VLC-Infrastruktur schneller refinanzieren.